Die Gemeinde Strand erstreckt sich über 215 km2, davon sind ca. 30 % Meeresfläche, 10 % Flüsse und Seen, der Rest ist Land. Die meisten der gut 10 000 Einwohner leben in den größeren Orten Jørpeland und Tau und in deren Umgebung.
Die
Gemeinde bietet eine beeindruckende Naturvielfalt, oft in nur geringer
Ausdehnung, wodurch große Kontraste über kleine Entfernungen hinweg erlebt
werden können. Strand ist relativ hügelig, es gibt jedoch auch einige größere
flache Gebiete. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, mit Inseln und
Schären, Buchten und typischen Küstenstreifen und bis zu knapp 800 m hohen
Bergen. Die Gemeinde wird durch einige langgestreckte Täler in Ost-West-Richtung
und größere Seen geprägt. Bei Tau und in Bjørheimsbygd liegt das größte
Flachlandgebiet von Strand, während das typische Hügelland den Südosten, Osten
und Nordosten von Jørpeland auszeichnet.
Ein großer Teil der Gemeinde besteht aus Grundgebirge, hauptsächlich Granit und Gneis, und zwar in erster Linie metamorphe Mikrolin-Porphyrgranite, eine eher einförmige, kahle Gesteinsart. Es gibt einige Amphibolitgebiete und Pegmatitgänge, auch etwas Paragneis (durch Ablagerungen umgeformter Gneis). Grundgebirge und Sedimentgestein sind in Strand deutlich voneinander abgesetzt. Zieht man eine fast gerade Linie von Jørpeland zur Mündung des Tysdalsvatn und von dort weiter zum Gebiet um Sørskår, findet man auf der Ostseite dieser Linie meistens Grundgebirge (Porphyrgranit). Westlich dieser Linie findet man hauptsächlich verschiedene Arten Sedimentgestein, in erster Linie Gneis (aus Quarz und Feldspat) und etwas Phyllit, außerdem große Mengen von Ablagerungen (Sand, Kies, Lehm u.a.) im Gebiet von Tau bis Tysdalsvatn und bis nach Jørpeland. Das Gebiet Ormakam und Umgebung, östlich von Fiskå, ist geologisch gesehen spannend, weil dort Mikrolin-Granit, ein Tiefengestein mit sehr geringer Metamorphose, zu finden ist.
In
Strand wurden ungefähr 650 Pflanzenarten registriert, und dieser Sachverhalt
veranschaulicht die Naturvielfalt der Gegend sehr gut. In der Gemeinde kommen
Pflanzen der Küste, des Waldes, des Gebirges und der Kulturlandschaft vor. Durch
gründliche Untersuchungen besonders von Ove S. Førland gehört die Gemeinde zu
den botanisch am besten erforschten Gebieten des gesamten Bezirks. Einige Teile
des Gemeindegebiets, unter anderem im Norden und auf den Inseln, sind noch
unerforscht. Von den seltenen, hier vorkommenden Arten wären zu nennen:
Alpen-Milchlattich, Langblättriges Waldvöglein, Korallenwurz, Vogelnestwurz,
Gelappter Schildfarn, Lanzen-Schildfarn, Großes Zweiblatt, Weißzüngel
(„Gebirgsvariante“ Leucorchis straminea), Breitblättriger Stendelwurz,
Kriechstendel, Fichtenspargel, Grünliche und Weiße Waldhyazinthe.
In
der Gemeinde Strand gibt es zahlreiche wild lebende Tierarten, die sich den
wechselnden natürlichen Gegebenheiten angepasst haben. Entlang der Küste leben
viele verschiedene Seevögel, die u.a. in unseren Vogelschutzgebieten nisten und
brüten. Weiter ins Land hinein entdeckt man Rauhfußbussard, Uhu,
Weißrückenspecht, Habicht, Fasan, Seetaucher, Auer- und Birkhühner. In den
Wäldern leben Elche, Hirsche, Rehe und andere Hirscharten in großer Zahl.
Strand
hat ein verhältnismäßig mildes, feuchtes Klima mit teilweise schnellen
Wetterumschwüngen. Die niedrigste Mitteltemperatur liegt bei 0,8
oC im Februar, am wärmsten sind Juli und August mit 14,5 °C. In den
Sommermonaten gibt es ungefähr 220 Sonnenstunden pro Monat oder vergleichsweise
rund 50 Stunden mehr als in Bergen.
In
der Gemeinde Strand wurden 155 frühgeschichtliche Funde (Kulturschätze von vor
1537) registriert: 75 einzelne Hügelgräber mit und ohne Steindeckung, 37
Gräberfelder, 1 Kromlech, 2 Steinkreise, 3 Wehrhügel, 3 Hofanlagen, 3
Siedlungsstätten mit Bootsschuppen, 3 Felsenhöhlen, 4 Orte mit Felszeichnungen,
1 Fallgrube und 8 Bautasteine.