Der
Preikestolen ist wahrscheinlich die bekannteste Touristenattraktion im südlichen
Norwegen. Diese Felsformation ist auf der Titelseite großer Touristenbroschüren
zu finden und wird in unzähligen Reiseführern beschrieben. Das Gipfelplateau
erhebt sich 604 Meter über dem Lysefjord, misst gut 25 x 25 Meter und ist fast
ganz flach. Der Name „Preikestolen“ (Felsenkanzel) wurde um 1900 vom
Wanderverein Stavanger vorgeschlagen. Der ursprüngliche Name – „Hyvlatonnå“ –
bezieht sich auf alte Zahnhobel („Hobelzahn“).
Die Aussicht vom Preikestolen ist fantastisch. Man kann bis nach Lysebotn am Ende des Lysefjords sehen. Legt man sich flach hin, blickt man 600 Meter hinab zum Fjord – ein spannender, aber gleichzeitig beängstigender Ausblick. Bisher ist glücklicherweise noch niemand hinuntergestürzt, obwohl es keinerlei Sicherheitsvorrichtungen gibt.
Der Weg nach oben zum Preikestolen beginnt bei der Preikestolhytta. Von Str. 13 (Ryfylke-Straße) biegt man bei Jøssang ab und fährt ca. 5 km den Berg hinauf. Dann erreichen Sie einen bewachten Parkplatz, wo das Auto geparkt werden muss. In der Hochsaison verkehren Busse von Tau zur Preikestolhytta. Von hier aus brauchen Sie ca. zwei Stunden bergauf und etwas weniger bergab. Der Pfad ist meistens gut zu begehen, wir empfehlen jedoch feste Schuhe mit rutschfester Sohle. Bei schönem Wetter und nach längerer Trockenheit sind Joggingschuhe geeignet, sonst sind Bergschuhe vorzuziehen.
Bekanntlich zeigt sich das Wetter hier in Westnorwegen nicht immer von seiner besten Seite, aber das Naturerlebnis ist oft bei wechselhafter Witterung beeindruckender als bei strahlender Sonne. Den Preikestolen bei Nebel über dem Fjord zu erleben ist unbeschreiblich.
Hoch
über dem See Tysdalsvatnet erhebt sich der Reinaknuten majestätisch als einer
der beiden Gipfel des Bjørheimskjeften. Aus 778 Meter Höhe haben Sie eine
fantastische Aussicht auf große Teile des Ryfylke-Beckens und die Hügel- und
Berglandschaft. Bei gutem Wetter können Sie bis nach Hardanger sehen. Der Blick
von Reinaknuten hinunter auf die Ryfylke-Straße ist wirklich ein Erlebnis.
Die Wanderung nach oben beginnt beim Parkplatz oberhalb von Bjørheimsbygd – in Richtung Jørpeland. Von hier erreichen Sie den Gipfel in zwei bis drei Stunden. Landschaft und Streckenverlauf sind abwechslungsreich, daher sollte man etwas Kondition mitbringen. Kurz vor dem Gipfel gibt es einige kurze, steile Anstiege, aber nimmt man sich etwas Zeit, wird man mit einem herrlichen Panorama belohnt.
Um
zu diesem Wasserfall zu kommen, fahren Sie von Jørpeland (Ortsmitte) auf Str. 13
knapp einen Kilometer nach Süden, biegen nach links in die Straße Dalavegen ein
und sehen den Wasserfall nach ca. 300 Meter auf der rechten Seite. Die Fallhöhe
beträgt ca. 20 m (freier Fall rund 4 m). Es handelt sich hier um einen
regulierten kleinen Wasserfall mit einem normalen Durchfluss im Sommer von 3,8 m3,
wobei ca. 3 m3 das Kraftwerk passieren. Bei Hochwasser steigt die
Wassermenge auf 65–70 m3 an. Der Damm oberhalb des Wasserfalls ist
eine beliebte Badestelle. 2004 wurden gut 200 Kilo Lachs im Jørpelandselva
geangelt. Es gibt wenig Parkmöglichkeiten am Wasserfall, aber ein Pfad führt von
Jørpelands Brug in Vågen dorthin. Der Spaziergang dauert etwa 15 Minuten.